Berlin - Geschichte
In Berlin wurde nach Ende des 1. Weltkriegs, im Jahre 1918, die Republik ausgerufen. Viele Jahre danach, genauer am 30. Januar 1933, kamen jedoch Adolf Hitler und seine Nazi-Partei an die Macht. Durch die Regeln der herrschsüchtigen Nazis wurde die jüdische Gemeinschaft Berlins zerstört, welche vor dem Jahr 1933 eine Gesamtzahl von 170.000 ausmachte. In Folge der Kristallnacht im Jahre 1943, wurden tausende Juden Berlins gefangen genommen und ins Konzentrationslager nach Sachsenhausen, oder ab Anfang 1943, ins Todeslager Auschwitz, gebracht. Während des 2. Weltkriegs wurden große Teile Berlins, durch Luftangriffe und die große Schlacht um Berlin, zerstört. Unter den hunderttausenden Toten befanden sich circa 125.000 Zivilisten. Nach dem Ende des Kriegs in Europa, im Jahre 1945, sind viele Flüchtlinge aus den osteuropäischen Provinzen nach Berlin gekommen. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Berlin gemäß der Londoner Protokolle – der Gliederung ganz Deutschlands in Besatzungszonen entsprechend – in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion den Ostteil bildete.
Der Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989
Die Gründung der zwei Deutschen Bundesländer erhöhte die Anspannung im Kalten Krieg. Westberlin war umzingelt von Ostdeutschem Gebiet und Ostdeutschland hat Ostberlin (als „Berlin“ bezeichnet) zu ihrer Hauptstadt ernannt, ein Zug, der von den westlichen Kräften nicht gutgeheißen wurde. Die Folgen der politischen und wirtschaftlichen Anspannungen, die durch den Kalten Krieg hervorgerufen wurden, haben dazu geführt, dass Ostdeutschland, am 13. August 1961, mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen hat, welche Ost- und Westberlin voneinander trennte. Zeitgleich wurden ähnliche Barrieren auch rund um Westberlin herum errichtet, die gemeinsam mit anderen Vorkommnissen am 27. Oktober 1961, am sogenannten „Checkpoint Charlie“ eskaliert sind. Westberlin war nun de facto Teil von Westdeutschland und hat über einen eigenen Rechtsstatus verfügt, während Ostberlin nun de facto zu Ostdeutschland gehörte. Berlin war komplett zerteilt. Obwohl es für Westdeutsche möglich war, von einem Teil zum anderen zu reisen (jedoch nur unter strikter Kontrolle an diversen Checkpoints), war es für den Großteil der Ostdeutschen schier unmöglich nach Westdeutschland zu gelangen. Im Jahre 1989, mit dem Ende des Kalten Krieges und der Beharrlichkeit der Ostdeutschen Bevölkerung, fiel die Berliner Mauer am 9. November 1989 und wurde daraufhin fast gänzlich zerstört. Nur kleine Abschnitte sind heute noch erhalten. Am 3. Oktober 1990, wurden beide Teile Deutschlands als Unabhängige Republik Deutschlands wiedervereint und Berlin ist seitdem die offizielle Hauptstadt Deutschlands.